Kein Kupfer fürs Baby

10.10.2017
Kein Kupfer fürs Baby

Das deutsche Trinkwasser gehört zu den besten weltweit. Zu Qualitätsminderungen des Wassers kann es allerdings durch die Rohre in der Hausinstallation kommen.

 

Eines der oft verwendeten Materialien ist Kupfer. In der Regel sind Kupferleitungen unbedenklich. Ist das Wasser in der Region jedoch zu sauer, liegt also ein niedriger pH-Wert von unter 7 vor, kann sich Kupfer vorwiegend aus neuen Leitungen lösen. Und so durch das Trinken von Leitungswasser vermehrt vom Körper aufgenommen werden.

 

Vor allem nicht gestillte Säuglinge können davon betroffen sein, denn in Bezug auf ihr Gewicht nehmen sie weitaus mehr Flüssigkeit zu sich als Erwachsene – und in diesem Fall eben auch mehr Kupfer.

 

Wird zu viel Kupfer zu sich genommen, kann dieses Schwermetall gesundheitsschädlich sein. Es kann zu Magen-Darm-Beschwerden, Koliken und Leberschäden führen, bei Babys in seltenen Fällen auch zu frühkindlichen Leberzirrhosen.

Im Zweifel können Sie Ihr Leitungswasser auf Schwermetalle testen lassen.

 

Bis dahin sollte für die Zubereitung von Säuglingsnahrung kein Standwasser, sondern nur frisches Fließwasser verwendet werden.

 

Als Standwasser bezeichnet man das Wasser, das über mindestens vier Stunden, also meist über Nacht, in den Leitungen gestanden hat. So nimmt das Wasser vermehrt Inhaltsstoffe der Rohre auf. Am Morgen sollte das Wasser also erst einmal so lange ablaufen, bis es gleichbleibend kühl geworden ist – das ist dann das sogenannte Fließwasser.

 

Noch ein Hinweis: Wasser aus Bleirohren sollte grundsätzlich nicht für die Ernährung von Babys genutzt werden.

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